Themenbereiche

Die im Rahmen des Forschungsschwerpunkts geförderten 18 Verbundprojekte lassen sich fünf Themenfeldern zuordnen.

1. Green Economy

2. Konsum

3. Recycling

4. Limnische Systeme

5. Meere und Ozeane

In der Wirtschaft gibt es eine Vielzahl von Ansätzen, im Rahmen einer Green Economy die Einträge von Kunststoffen in die Umwelt zu verringern. Potenziale bestehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Design der Kunststoffe und ihrer Produktion über die Nutzungsphase und der Entsorgung/des Recyclings bis hin zur Sammlung und Nutzung von Meeresmüll als Rohstoff für neue Produkte. Eine Analyse der „Lecks“, an denen Kunststoffe den Wertschöpfungskreislauf verlassen, sowie eine Erkundung der Lösungsansätze zu deren Schließung ist bisher nicht vorhanden und wird im Forschungsschwerpunkt exemplarisch gemeinsam mit den betroffenen Branchen erarbeitet.

Aus einer sozial-ökologischen Perspektive rückt neben der Produktion und dem gewerblichen Umgang mit Plastikartikeln vor allem der Konsum in den Fokus. Dabei geht es unter anderem darum, den sorglosen Umgang mit Plastik zu verändern, die Akzeptanz von Substituten zu prüfen und Mikroplastik aus unverzichtbaren Verbrauchsgütern des täglichen Lebens (Zahnpasta, Duschgels etc.) zu entfernen. Auch kann der Verbraucher zu einer höheren Recyclingquote beitragen. Letztlich wäre zu prüfen, welche positiven Effekte mit einer Verminderung der Produktion und des Gebrauchs von Plastikgegenständen insgesamt einhergehen können.

Kreislaufwirtschaft und Recycling können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Kunststoffe nicht aus der wirtschaftlichen Wertschöpfungskette in die Umwelt und damit in die Gewässer gelangen. Allerdings hat die bisherige Forschung zu Mikroplastik schon gezeigt, dass das Recycling differenziert betrachtet werden sollte. Wissenschaft kann dazu beitragen, positive Aspekte verschiedener Arten des Plastikrecyclings gegen die dadurch möglicherweise verursachte Verschärfung der Mikroplastikproblematik sowie gegen die Vor- und Nachteile der energetischen Verbrennung von Plastik abzuwiegen.

Im Bereich der limnischen Systeme gibt es bisher nur punktuelle und vereinzelte Untersuchungen; ein gesamthaftes Verständnis der Eintragswege, der Verbreitung und der Auswirkungen von Kunststoffen in aquatischen Systemen einschließlich der Risikobewertung für den Menschen ist bislang nicht vorhanden. Die Verbundprojekte des Forschungsschwerpunkts werden hier versuchen, Lücken zu schließen.

Meere und Ozeane sind eine stetige und zentrale Senke des Plastikkreislaufs. Auch wenn im Vergleich zum Süßwasser bereits eine deutlich höhere Anzahl an Untersuchungen zu (Mikro-)Plastik in marinen Systemen vorliegt, sind die Kenntnisse auch im Meeresbereich noch sehr lückenhaft. Die Projekte des Forschungsschwerpunkts „Plastik in der Umwelt“ in diesem Bereich konzentrieren sich auf die Einzugsgebiete der Weser und Warnow, inklusive Mündungsgebiet und Küstengewässer.

( top of page )( zum Seitenanfang )