PlastikBudget

PlastikBudget

Entwicklung von Budgetansatz und LCA-Wirkungsabschätzungsmethodik für die Governance von Plastik in der Umwelt
Koordinator

Jürgen Bertling
Fraunhofer UMSICHT,
Bereich Produkte, Abteilung Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement
Osterfelder Straße 3
46047 Oberhausen
Tel.: +49 208/8598-1168
E-Mail: juergen.bertling@umsicht.fraunhofer.de

Beschreibung

Um politische Entscheidungen in Bezug auf die Plastic-Litter-Problematik zu legitimieren, ist es erforderlich, ein quantitatives Emissionsziel zu formulieren. Dazu dient der im Rahmen des Vorhabens zu entwickelnde Budgetansatz für Plastic-Litter. Die Forschungsarbeiten werden von den folgenden Fragestellungen geleitet: Welche Menge an Kunststoff in der Umwelt ist gerade noch akzeptabel? Wie lange sind Kunststoffe in der Umwelt bis zum vollständigen Abbau präsent? Wie kann ein aus der Beantwortung dieser beiden Fragen abgeleitetes Globalbudget auf ein nationales Pro-Kopf-Budget gerecht verteilt werden? Dabei ist es nicht Ziel des Vorhabens, ein Budget festzulegen, sondern Wege zu seiner Ableitung aus empirisch gesicherten Daten und normativen Wertvorstellungen aufzuzeigen, um so eine Grundlage für zukünftige politische Entscheidungsprozesse zu schaffen.

Eine durchgängige Governance erfordert darüber hinaus aber auch, dass die Plastic-Litter-Emissionen verschiedener Produkte, Prozesse und Konsumpraktiken in Bezug auf freigesetzte Menge und nachgelagerte Umweltwirkungen bilanzierbar sind. Dazu dient der zweite Teil des vorgeschlagenen Projekts, in dem eine Wirkungsabschätzungsmethodik entwickelt werden soll, um Plastic-Litter in Lebenszyklusanalysen adäquat berücksichtigen zu können.

Arbeitsschwerpunkte

  • Quellen und Senken, Historie und Dynamik der Plastic-Litter-Problematik
  • Durchführung von Stakeholderdialogen zur Plastic-Litter-Problematik
  • Entwicklung eines Budgetansatzes für Plastic- Litter
  • Entwicklung einer Methode zur Integration von Plastic-Litter in Ökobilanzen
  • Dissemination und Verankerung der Ergebnisse in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft

AP 1 Aufarbeitung und Diskussion des Wissensstands zur Plastic-Litter- Problematik

Ansprechpartner

Jürgen Bertling, Fraunhofer UMSICHT, Osterfelder Straße 3, 46047 Oberhausen, E-Mail: juergen.bertling@umsicht.fraunhofer.de Steven Engler, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Goethestraße 31, 45128 Essen, E-Mail: steven.engler@kwi-nrw.de

Kurzbeschreibung

1. Naturwissenschaftlich-technische, ökologische und wirtschaftliche Aspekte von Plastik in der Umwelt; 2. Sozio-psychologische und kulturelle Aspekte von Plastik in der Umwelt; 3. Detaillierte Konzeption der Beteiligungsformate

AP 2 Entwicklung eines Budgetansatzes für die Plastic-Litter-Problematik

Ansprechpartner

Jürgen Bertling, Fraunhofer UMSICHT, Osterfelder Straße 3, 46047 Oberhausen, E-Mail: juergen.bertling@umsicht.fraunhofer.de

Kurzbeschreibung

1. Recherche zu Budgetansätzen; 2. Entwicklung eines Budgetansatzes für Plastik in der Umwelt; 3. Stakeholderdialoge zum Budgetansatz; 4. Delphi zu Budgetansatz; 5. Aufsuchender Bürgerdialog; 6. Reallabor zum Budgetansatz

AP 3 Entwicklung einer Wirkungsabschätzungsmethode zur Integration der Plastic- Litter-Problematik in Ökobilanzen

Ansprechpartner

Daniel Maga, Fraunhofer UMSICHT, Osterfelder Straße 3, 46047 Oberhausen, E-Mail: daniel.maga@umsicht.fraunhofer.de Nils Thonemann, Fraunhofer UMSICHT, Osterfelder Straße 3, 46047 Oberhausen, E-Mail: nils.thonemann@umsicht.fraunhofer.de

Kurzbeschreibung 1. Recherche zu bestehenden Wirkungsabschätzungsmethoden; 2. Ausarbeitung des Zusammenhangs zwischen Wirkungsabschätzungsmethodik und Budgetansatz; 3. Ausarbeitung Wirkungsabschätzungsmethodik; 4. Expertendialoge und Workshops

AP 4 Dissemination und Verankerung von Budgetansatz und Wirkungsabschätzung für Plastic-Litter in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft

Ansprechpartner

Steven Engler, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Goethestraße 31, 45128 Essen, E-Mail: steven.engler@kwi-nrw.de

Kurzbeschreibung

1. Auswahl der Akteure für die Dialogformate; 2. Entwicklung einer sozial-robusten Kommunikationsstrategie; 3. Konferenzen und Debatten; 4. Öffentlichkeitsarbeit

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