Shaping EU Plastic Policies: The Role of Public Health vs. Environmental Arguments

Shaping EU Plastic Policies: The Role of Public Health vs. Environmental Arguments

Kaum ein anderes Umweltproblem hat in den letzten Jahren so viel öffentliche Aufmerksamkeit und Kritik erregt wie die Plastikvermüllung. Dementsprechend wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Kunststoffpolitiken auf nationaler und supranationaler Ebene in der EU und weltweit verabschiedet. In den USA wurden Gesundheitsrisiken im Entscheidungsprozess dieser Politiken wiederholt angesprochen, und Wissenschaftler*innen haben auf die entscheidende Rolle dieser Argumente für die Verabschiedung von Kunststoffrichtlinien hingewiesen.

Dieser Artikel von Linda Mederake und Doris Knoblauch vom Ecologic Institut untersucht in einer strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse die parlamentarischen Debatten zweier kürzlich verabschiedeter Kunststoffpolitiken in der EU - nämlich der EU-Kunststoffstrategie und der Einweg-Kunststoffrichtlinie - und bewertet die Relevanz von gesundheitlichen und umweltbezogenen Argumenten für die EU-Debatte.

Die Analyse zeigt, dass die Abgeordneten des Europäischen Parlaments am häufigsten Umweltargumente nutzen, um ihre Unterstützung für die betreffenden Politiken zu bekräftigen. Im Gegensatz dazu scheinen gesundheitliche Bedenken nicht entscheidend für die Verabschiedung von Kunststoffpolitiken in der EU zu sein.

Zeitschrift
International Journal of Environmental Research and Public Health
DOI
10.3390/ijerph16203928
Jahr
2019
Weiterführende Links
Zu zitieren als

Mederake, Linda; Knoblauch, Doris (2019): Shaping EU Plastic Policies: The Role of Public Health vs. Environmental Arguments. International Journal of Environmental Research and Public Health 2019, 16, 3928.

( top of page )( zum Seitenanfang )