PLASTIK PIRATEN

FAQ

Oft gestellte Fragen (FAQ)

Für Jugendliche

Was ist Citizen Science?

Bei Citizen-Science-Projekten können sich an Wissenschaft interessierte Menschen direkt in den Forschungsprozess einbringen. Im Deutschen spricht man daher auch von Bürgerwissenschaften: Wissenschaftlerinnen und Forscher arbeiten mit Bürgerinnen und Bürgern Hand in Hand. Unsere Aktion „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!“ ist eine Citizen-Science-Aktion und trägt zur Forschung über die Verbreitung von Makro- und Mikroplastik in und an deutschen Flüssen bei.

Wer betreut die Forschungsarbeit auf wissenschaftlicher Seite?

Partner der Aktion ist die Kieler Forschungswerkstatt (ein Labor für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen), die unter der Leitung von Prof. Dr. Thiel (Universidad Católica del Norte in Coquimbo, Chile) gemeinsam mit Expertinnen und Experten die erhobenen Daten auswertet. Die Kieler Forschungswerkstatt wird unterstützt vom Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ an der Christian-Albrechts-Universität und dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), Kiel.

Was ist eine Projektgruppe?

Eine Projektgruppe sind alle unter einem selbstgewählten Namen zusammengefassten Teilnehmer/-innen (Schulklasse, Jugendgruppe etc.) der Jugendaktion „Plastikpiraten“ – mindestens sechs Personen. Während der Aktion selbst teilt sich diese Projektgruppe noch einmal in fünf bis sechs Untergruppen auf, die unterschiedliche Forschungsarbeit leisten. Wie sich die Untergruppen die Forschungsarbeit aufteilen steht im Aktionsheft.

Können auch Einzelpersonen teilnehmen?

Die Aktion „Plastikpiraten“ ist aus gutem Grund eine wissenschaftliche Gemeinschaftsleistung. Eine Einzelperson ist der wissenschaftlichen Arbeit in der Kürze der Zeit kaum gewachsen. Außerdem spielt der Vernetzungsgedanke eine sehr wichtige Rolle. Aus diesem Grund können keine Einzelpersonen an der Aktion teilnehmen.

Mit dem Netz auf der Jagd nach Mikroplastik

Wie werden die Daten erhoben?

Die Datenerhebung findet auf einer Exkursion zu einem Fließgewässer in Deutschland statt. Bis zu sechs Kleingruppen beschäftigen sich dort mit der Jagd auf Plastikmüll. Wie das abläuft und was dabei genau zu tun ist, wird im Aktionsheft erklärt.

Kann die Datenerhebung auch an der Küste stattfinden?

Grundsätzlich kann auch eine Exkursion an der Küste stattfinden, wissenschaftlich ausgewertet werden aber nur die Datensätze, die aus deutschen Fließgewässern stammen.

Welche Aufgaben sind zu erfüllen?

Von der Messung der Fließgeschwindigkeit des Flusses über die Probennahme am Ufer und im Wasser bis hin zur akribischen Zusammenfassung der Ergebnisse arbeitet die Projektgruppe nach wissenschaftlichen Standards. Die genauen Aufgabenstellungen finden sich im Aktionsheft.

Wie werden die Daten übermittelt?

Die Eingabe der Messergebnisse findet im Internet auf der deutschen Website der „Plastikpiraten“ statt. Genaueres dazu steht im Aktionsheft.

Wo sind die Ergebnisse der Datenerhebung sichtbar?

Die Daten werden auf einer digitalen Deutschlandkarte präsentiert. Diese Karte ist hier abrufbar. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus den Jahren 2016 und 2017 ist dort ebenfalls zu finden.

Mikroplastik ist mit bloßem Auge kaum zu erkennen

Gibt es wichtige Termine, die ich einhalten muss?

Die wichtigsten Termine sind der nächste Aktionszeitraum im Mai und Juni 2019 und der letztmögliche Termin zur Online-Einreichung der im Herbst 2018 gesammelten Daten am 15. Dezember 2018.

Wie alt muss man sein, um ein Plastikpirat werden zu dürfen?

Wenn du zwischen 10 und 16 Jahren alt bist, kannst du jederzeit an der Aktion teilnehmen, solange du dich als Teil einer Projektgruppe anmeldest.

Wann ist der nächste Aktionszeitraum?

Die Aktion läuft wieder vom 1. Mai bis 30. Juni 2019.

Was machen wir mit dem gefundenen Müll?

Nachdem die Daten erhoben sind und Fotos gemacht wurden kann der gefundene Müll aufgesammelt und entsorgt werden. Achtung! Die Mikroplastikproben (betrifft Gruppe 4 und Zusatzgruppe) werden nicht entsorgt, sondern zusammen mit dem Mikroplastiknetz gut verschlossen an die Kieler Forschungswerkstatt geschickt.

 

Für Betreuer/-innen und Lehrer/-innen

Für welche Schulfächer bietet sich die Beschäftigung mit dem Thema an?

Natürlich finden sich ganz klare Anknüpfungspunkte in den klassisch naturwissenschaftlich ausgerichteten Fächern wie Biologie, Geographie, Physik etc., aber auch die Geisteswissenschaften können sich mit den relevanten Fragestellungen beschäftigen. Die Aktion ist so angelegt, dass sich eine fächerübergreifende Bearbeitung (vielleicht in einer Projektwoche) geradezu anbietet. Auch nach Abschluss der offiziellen Plastikpiraten-Aktion können Schulklassen Informations- und Arbeitsmaterial bestellen und Proben sammeln.

Muss die Teilnahme an der Aktion irgendwo angemeldet werden?

Nein, eine offizielle Anmeldung zur Teilnahme gibt es nicht. Sie nehmen mit Ihrer Schulklasse oder Jugendgruppe automatisch teil, wenn Sie nach der Exkursion zu einem Fließgewässer die erhobenen Daten hier hochladen.

Bis zu welcher Gruppengröße kann man an der Aktion teilnehmen?

Eine Projektgruppe braucht mindestens sechs Teilnehmer und sollte maximal 30 Jugendliche umfassen. Eine durch fünf oder sechs teilbare Zahl bietet sich an, da im Verlauf der Aktion mehrere Untergruppen gebildet werden sollen.

Gibt es für die Exkursion besondere Aufsichtspflichten?

Die Gemeinschaftsarbeit im Forschungsfeld unterscheidet sich nicht von den üblichen Schulausflügen und den damit in Deutschland verbunden Anforderungen an die Aufsichtspflicht. Mit der Anerkennung der Teilnahmebedingungen übernehmen die Schulen, Vereine, Verbände etc. die Verantwortung für die teilnehmenden Jugendlichen aus Deutschland.

Kann in verschiedenen Aktionszeiträumen die gleiche Stelle an einem Fluss untersucht werden?

Ja, dies ist möglich und erlaubt den Wissenschaftler/-innen sogar einen Vergleich über die Zeit bzw. zwischen verschiedenen Jahreszeiten.

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