Querschnittsthema 1

Kontakt
Dr. Ulrike Braun
(Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung; RUSEKU)
Dr. Gunnar Gerdts
(Alfred-Wegener-Institut; PLAWES)
Dr. Natalia P. Ivleva
(TU München; SubμTrack)
Dr. Jens Reiber
(WESSLING GmbH; RAU)

Kontakt PlastikNet
Ulf Stein
(Ecologic Institut)
Hannes Schritt
(Ecologic Institut)

QST1: Analytik und Referenzmaterialien

Zielsetzung des QSTs

  • Harmonisierung der Analytik von Mikroplastik (Probenahme, Aufbereitung, Detektion) in komplexen Umweltmatrices innerhalb des Forschungsschwerpunktes für eine bessere Vergleichbarkeit der erzielten Ergebnisse
  • Planung und Durchführung von Workshops, Etablierung von fachlichen Netzwerken
  • Erstellung eines gemeinsamen Dokuments (Diskussionspapier mit fortschreitender Aktualisierung) zur Harmonisierung der Analytik von Mikroplastik für die Darstellung von Untersuchungsergebnissen nach Innen und Außen
  • Konzeption, Planung und Durchführung von Vergleichsversuchen zur Analytik von Mikroplastik mit definierten Referenzmaterialien


Stand der Arbeiten

Im Rahmen des Querschnittsthemas wurde das Diskussionspapier „Mikroplastik-Analytik: Probenahme, Probenaufbereitung und Detektionsverfahren“ in deutscher und in englischer Sprache herausgegeben. Das Diskussionspapier ist auf Basis des Sachstandes und der Diskussionen im Forschungsschwerpunkt entstanden. Das Papier adressiert insbesondere eine lösungsorientiere Entscheidungshilfe für die Methodenauswahl. Zur Erarbeitung wurden zwei Workshops mit umfangreichen Diskussionen und spezifischen Fachbeiträgen durchgeführt. Neben den Verbundprojekten aus dem Forschungsschwerpunkt brachten hier auch externe Projekte (u. a. MiWa, MiPAq, MiKaMi) ihre Erfahrungen ein. Die Auswahl der Analytikverfahren sollte sich an der Fragestellung orientieren, nicht nur an den Leistungsparametern. Das Papier dient als Leitfaden zum Umgang mit Mikroplastik und liefert Verfahrensvorschläge, insbesondere zur Analyse von Wasserproben. Darüber hinaus schlägt es eine Klassifizierung in Mikroplastik-Größenklassen vor, welche der Vereinfachung von technischen und analytischen Verfahrensschritten sowie einer besseren Vergleichbarkeit von Ergebnissen dienen soll.

Eine vergleichende Analyse zu den angewandten Methoden der spektroskopischen und thermoanalytischen Mikroplastik-Analytik innerhalb des Forschungsschwerpunktes ist derzeit in der Umsetzung.

 

Ausblick

Die Probenahme für den Bereich Siedlungswasserwirtschaft soll weiter optimiert werden. Hierzu ist ein separater Austausch angedacht (Workshop, Online-Konferenzen). Ebenso ist eine Ergänzung des Diskussionspapiers um die Medien Luft und Biota in Vorbereitung. Zur Konkretisierung der offenen Verfahrensvorschläge (u. a. Probenahme von Böden, Sedimenten und Sekundärrohstoffdüngern wie z. B. Klärschlämme und Komposte) und der Auswertung der vergleichenden Analyse ist ein Workshop im Herbst 2019 geplant.

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